Die Lammerklamm – Das kraftvoll, wilde Naturspektakel.
Ein schmaler Pfad, rauschendes Wasser, steile Felswände – und mittendrin wir drei. Die Lammerklamm in Scheffau am Tennengebirge versprach uns nicht nur eine einfache Wanderung, sondern ein echtes Naturabenteuer voller Kontraste: wild und ruhig, kühl und sonnig, imposant und zugleich ganz nah erlebbar. Bereits beim ersten Schritt nach dem Kassenhäuschen spürten wir diese besondere Energie, die nur Orte ausstrahlen, an denen sich Naturgewalten über Jahrtausende ihren Weg gebahnt haben. Die Klamm empfing uns mit kühler, moosduftender Luft und dem fernen Grollen der türkisfarbenen Lammer, die tief unten tosend durch die Felsen stürzte – ein Moment, der sofort alle Sinne weckte.
Der Einstieg ins Naturabenteuer
Sobald wir den Eintritt bezahlt hatten, führte uns ein schmaler Naturpfad unter schattenspendenden Bäumen in Richtung Klamm. Schon nach wenigen Schritten kamen wir zum Abzweig zur Dunklen Klamm, dem spektakulärsten Teil der Wanderung. Von der Treppe aus konnte man bereits erste Blicke auf das tosend wilde Wasser erhaschen, das mit voller Kraft durch die enge Schlucht rauscht.
Unsere Tochter Jo stieg ohne Angst die Treppen hinab – neugierig, mit großen Augen und dem Kopf durch die Brüstung gesteckt, um das Wasserspektakel zu bestaunen. Die moosbedeckten Felswände ragten schroff in die Höhe. Die Luft war feucht und angenehm kühl – eine erfrischende Abwechslung an einem warmen Sommertag.

Die dunkle Klamm – ein Ort voller Magie
Kurz vor der Aussichtskanzel ragt ein Felsvorsprung auf Kopfhöhe in den Weg – hier ist Aufmerksamkeit gefragt. Der Blick von der Plattform in die dunkle Klamm ist atemberaubend. Zwischen den eng stehenden Felswänden entdeckten wir einen eingeklemmten Baumstamm. Die senkrechten Wände reichen fast bis in den Himmel – nur an wenigen Stellen blitzt Licht durch.
Das türkisfarbene Wasser der Lammer war so klar, dass man bis zum Grund sehen konnte. Viele Reiseführer bezeichnen diesen Ort als das Highlight der Klamm – für uns war es ein Höhepunkt, aber längst nicht der einzige.
Entlang der Lammer
Zurück auf dem Hauptweg (nach 125 Stufen) wanderten wir weiter – diesmal rechts entlang über Kieswege und Holzstege. Neben einem unauffälligen Schild entdeckten wir den versteckten Pfad ans Flussufer. Hier war das Wildwasser zahmer. Wir nutzten die Gelegenheit, um barfuß über die Felsen zu hüpfen, die Füße ins eiskalte Wasser zu halten und die Sonne zu genießen. Und wie bestellt, kamen tatsächlich ein paar Wildwasserkanuten vorbei – ein Spektakel!
Die Hohe Brücke und das Finale
Je weiter wir wanderten, desto breiter wurde die Schlucht. Der Hauptweg verengte sich, bevor wir zur sogenannten Hohen Brücke kamen – der zweite Aussichtspunkt („Point of Interest“) der Klamm. Von dort aus ging es leicht bergab zum Ausgang.
Doch kurz davor nochmal ein echtes Highlight: ein kleiner Zugang zum Fluss links der Brücke. Natürlich nutzte ich die Chance für ein kurzes Bad – das Wasser war eiskalt, aber unglaublich erfrischend. Ein krönender Abschluss der Tour!
❄️ Achtung: Die Strömung ist nicht zu unterschätzen, das Wasser ist selbst im Sommer eiskalt. Ein Handtuch sollte definitiv im Rucksack sein. Für Kinder nicht geeignet!

ALLES AUF EINEM BLICK
Länge: ca. 1.000 Meter
Dauer: ca. 1 Stunde (hin & zurück)
Öffnungszeiten: Mai – Oktober (täglich)
Eintrittspreise:
Erwachsene: 7,00 €
Kinder (6–15 Jahre): 4,00 €
Parken: kostenlos direkt am Eingang
Hunde: erlaubt, aber an der Leine
Barrierefreiheit: nicht geeignet für Kinderwagen oder Rollstuhl
Toiletten: am Eingang vorhanden
Snacks/Getränke: beim Kassenhäuschen
Wichtige Ausrüstung:
Festes Schuhwerk
Regenjacke oder Softshellkleidung
Trinkflasche, kleine Jause, Erste-Hilfe-Set
Handtuch, ggf. Badezeug
Zeckenzange
Homepage
Offizelle Homepage der Lammerklamm
Fazit
Die Lammerklamm-Wanderung ist ein perfekter Halbtagesausflug für Familien mit Kindern. Die Wege sind gut gesichert, die Landschaft ist spektakulär und abwechslungsreich. Unsere Tochter hatte genauso viel Spaß wie wir – sei es beim Beobachten des Wassers, Klettern auf den Felsen oder beim eiskalten Fußbad.
Was uns nicht so gut gefallen hat? Der Eintrittspreis ist im Vergleich zu anderen Klammen etwas hoch. Dennoch: Die Schönheit der Natur und das intensive Erlebnis machen vieles wett.
Weitere Abenteuer
Sharing is caring. Gern darfst du dir diesen Beitrag für später abspeichern oder in mit deinen Freunden teilen.


Anmerkung: Wir übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der auf unserem Blog bereitgestellten Informationen. Die hier veröffentlichten Beiträge dienen lediglich der Inspiration. Bitte informiert euch vor der eigenen Reise über lokale Gegebenheiten.
Kirsten Kirsch
Wow, sehr schöne Fotos und macht trotz des Preises Lust sie zu erwandern!
Marco
Wir freuen uns, dass dir der Beitrag & die Bilder gefallen haben.